Markkleeberger See

Obwohl der im ehemaligen Tagebaubereich Espenhain entstandene und im Juli 2006 freigegebene Markkleeberger See nicht zu den größeren Standgewässern im Leipziger Neuseenland zählt. Bietet er aufgrund seiner Lage an der südlichen Peripherie der Stadtregion Leipzig-Markkleeberg sowie in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A 38 vorzügliche und vielgestaltige Entwicklungsmöglichkeiten insbesondere im wassersportlichen Bereich. Dazu tragen insbesondere die Seepromenade mit Strandbad am Nordufer, das Feriendorf „Seepark Auenhain“ mit dem 2014 eröffneten Kletterpark und der Kanupark mit seinen Wildwasserstrecken im Bereich des „Silberschachts“ Auenhain bei.

Ein 9 km langer Rundweg erschließt alle Sehenswürdigkeiten, erlaubt Blicke auf weidende Bisons genauso wie auf die Leipziger Stadtsilhouette und ist bestens mit Informationstafeln, Kunstwerken und Rastplätzen ausgestattet. Der Gewässerverbund zum benachbarten Störmthaler See mit Kanuparkschleuse und Hubbrücke ging 2013 in Betrieb. Nachdem die Personenschifffahrt auf dem See bereits 2012 aufgenommen wurde, verkehren nunmehr die größere „MS Markkleeberg“, die „MS Wachau“ und seit 2018 auch die „MS Störmthal“ nach Fahrplan, wobei die Erstere die Anlegestelle an der Seepromenade und an der Auenhainer Bucht bedient, während die Letzteren auch die Kanuparkschleuse zum Störmthaler See passieren können.

Mit dem Besucherbergwerk „Bergbau-Technik-Park“ und dem GEOPFAD zwischen der archäologischen Fundstätte der „ältesten Sachsen“, „Ur-Nordsee“ und Eiszeitzeugnissen bestehen weitere Anziehungspunkte im Seeumfeld, die schrittweise weiter ausgebaut werden.

Auf dem GEOPFAD, der sich auf einer Länge von über 14 Kilometern entlang der markanten Hochböschung des Nordostufers des Markkleeberger und des Störmthaler Sees erstreckt, werden wissenschaftliche Erkenntnisse allgemeinverständlich präsentiert. Auf 3,30 Meter hohen Infostelen erhält man Informationen über die weltbekannte archäologische Fundstätte in Markkleeberg, über das Vordringen der Nordsee bis in unseren Raum sowie über spektakuläre Funde.

Der „Bergbau-Technik-Park“ - gelegen auf dem Innenkippengelände des ehemaligen Tagebaues Espenhain - vermittelt auf einzigartige Weise einen kompletten Förderzyklus in einem Braunkohlentagebau.

Wissenswertes über den Markkleeberger See

Fläche: 252 ha
Volumen: 60 Mio. m³
Maximale Tiefe: 62 m
Mittlere Tiefe: 24 m
Endwasserspiegelhöhe: +113 m NHN

Aktivitäten